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Babyschlafsäcke von Picosleep

Die gesunde Schlafumgebung

Liebe Mütter und liebe Väter,

jahrelange intensive Untersuchungen des Plötzlichen Säuglingstodes (SID) haben bewiesen, dass mögliche Ursachen durch einfache Maßnahmen im häuslichen Bereich sehr effektiv entgegenwirken, ja sogar das Risiko um bis zu 85% senken. Dies sollte Ansporn genug sein. Tragen Sie mit der Einhaltung folgender Hinweise dazu bei, dass Ihr Kind während der Schwangerschaft und in der gefährdeten Zeit danach gesund und sicher aufwächst. Fürsorge, Liebe und das nötige Wissen sind das Rüstzeug das Sie brauchen, um die Gesundheit Ihres Kindes vom ersten Tag an stärken zu können.

Die gesunde Schlafumgebung.

Mit am wichtigsten bei der Bekämpfung des Plötzlichen Säuglingstodes ist die richtige Schlafumgebung.
Auf folgende Punkte ist hierbei unbedingt zu achten.


Die Rückenlage
Die Rückenlage ist die sicherste Schlafposition für Ihr Baby. Legen Sie Ihr Kind deshalb zum Schlafen grundsätzlich auf den Rücken. Nur wenn es wach und unter Aufsicht ist, können Sie Ihren Liebling auf den Bauch legen. Dann ist es sogar zu empfehlen, da hierbei die Muskulatur gestärkt und die Motorik trainiert wird.
Legen Sie Ihr Kind wechselseitig ca. alle 4 Stunden mal mit dem Kopf ans Fußende, dann wieder ans Kopfende. Wie jeder Mensch hat auch Ihr Baby bereits eine Schokoladenseite, in die es den Kopf zum Schlafen dreht. Diese Seite wird immer in Richtung einer Lichtquelle sein. Liegt es nun ständig mit dem Kopf auf der gleichen Seite, wird sich die Halsmuskulatur unterschiedlich entwickeln. Eine Seite wird länger, die andere Seite kürzer. Somit könnten Haltungsfehler im Nackenbereich entstehen. Diese können Sie mit der wechselseitigen Lagerung ganz einfach verhindern.


Wo soll mein Baby schlafen?
Im ersten Lebensjahr sollte das Kinderbett unbedingt im Zimmer der Eltern stehen. Ihr Kind möchte aber immer in seinem eigenen Bettchen schlafen. Nur zum Schmusen und Kuscheln möchte es zu Ihnen ins Bett. In den verschiedenen Studien wird das Schlafen im Elternbett als hoher Risikofaktor eingestuft. Es erhöht unter Umständen das Risiko des Plötzlichen Säuglingstodes um das 17,6-fache, insbesondere wenn vorm Schlafengehen geraucht oder Alkohol, selbst in kleinen Mengen, konsumiert wurde.


Schlafbekleidung
Verzichten Sie auf eine Decke und ein Kopfkissen. Verwenden Sie zum Schlafen nur einen passenden Schlafsack. Kaufen Sie den Schlafsack nie zu groß. Über die Öffnung an Hals und Arme würde zuviel Wärme entweichen und Ihr Baby würde eventuell auskühlen. Zudem bestände die Gefahr, dass es in den Schlafsack rutschen könnte. Dies sollte in jedem Fall verhindert werden, da es zu einer Rückatmung kommt und zum Ersticken führen könnte. Die richtige Größe ist mit der Faustregel, „Körpergröße minus Kopfumfang zuzüglich 10 cm zum Wachsen“, zu ermitteln. Ein Kind soll aus dem Schlafsack raus wachsen und nicht rein wachsen.
Ihr Baby möchte weder schwitzen noch frieren. Die biologische Temperaturregelung funktioniert im Wesentlichen über Kopf- und Gesichtshaut. Verzichten Sie deshalb bei normalen Temperaturen auf Mützchen und Handschuhe. Die richtige Temperatur stellen Sie am besten fest, indem Sie Ihr Baby vorsichtig am Nacken oder zwischen den Schulterblättern berühren. Die Haut sollte sich warm anfühlen jedoch nicht schwitzen.


Die Schlafzimmer- Temperatur
Frische Luft schadet auch Ihrem Kind nicht. Regelmäßiges Stoßlüften sichert die nötige Frischluft. Achten Sie darauf, dass dabei keine Zugluft entsteht. Die idealeRaumtemperatur im Schlafzimmer liegt zwischen 16° und 18°.


Die Matratze
Babys möchten sich im wachen Zustand auch mal abstützen und brauchen einen sicheren Halt. Achten Sie daher beim Kauf auf eine feste Matratze. Über die Matratze sollte nur noch eine feuchtigkeitsaufsaugende Unterlage und ein Bett-Tuch gezogen werden. Verzichten Sie auf jegliche Fellunterlagen oder Ähnliches. Solche Unterlagen führen zu einem Wärmestau.


Babys Kuscheltiere
Eine Spieluhr oder ein Mobile mit einer schönen Melodie kann Ihren Liebling sanft in den Schlaf bekleiden. Sie sollten jedoch unbedingt darauf achten, dass eine Befestigung am Bett möglich ist und sich keine Kleinteile lösen können. Auch gegen ein Kuscheltier oder ein Schmusetuch ist nichts einzuwenden. Es sollte aber nicht zu groß und babygerecht sein. Nach dem Einschlafen nehmen Sie unbedingt alle Spiel- und Kuscheltiere aus dem Bett.


Babys Bett
Das ideale Kinderbett darf keine überstehenden Kanten haben. Der Abstand der Gitterstäbe sollte zwischen 4,5 cm und maximal 7,5 cm liegen. Gitterstäbe sind wegen der besseren Lüftung immer zu bevorzugen. Der Lattenrost sollte bei Babys mindestens 30 cm unter der Oberkante des Bettchens sein. Verzichten Sie auf einen Himmel und auf eine gepolsterte Bettumrandung, da auch damit die Atemluftzirkulation im Bett beeinträchtigt ist.


Stillen
Kinderärzte, Hebammen und Kinderschwestern, alle sind sich darin einig, dass Stillen der beste Start ins Leben für Ihr Baby ist. Der enge Körperkontakt beim Stillen stärkt die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind und ist daher für die seelische Entwicklung sehr wichtig. Wenn möglich, sollten Sie Ihr Baby bis zum 6. Monat voll stillen. Sollte es trotz aller Bemühungen mit dem Stillen nicht klappen, wird Ihr Baby auch mit einer Säuglingsnahrung gesund aufwachsen.


Das Rauchen
Der schutzbedürftigste Passivraucher ist zweifellos der Embryo. Daher sollten Sie sowohl während der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit auf jeglichen Zigarettenkonsum verzichten. Bestehen Sie im Interesse Ihres Lieblings stets auf eine rauchfreie Umgebung. Auch auf Alkoholgenuss während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollten Sie verzichten.


Beruhigungssauger
Sollte Ihr Kind ein stark ausgeprägtes Saugverlangen haben, geben Sie Ihm ruhig einen Beruhigungssauger. So empfiehlt es der Bundesverband der Kieferorthopäden. Die Gefahr, dass Ihr Kind ohne Sauger zum Daumen greift wird von den Medizinern  als sehr wahrscheinlich und höchst problematisch angesehen. Vor allem bei Kindern mit einem unruhigen Schlaf sollte man zum Schnuller greifen. Eine wissenschaftliche Studie aus Holland belegt, dass der Schnuller zu einem ruhigeren Schlaf verhilft. Achten Sie während der Zeit in der Sie stillen darauf, dass Sie einen so genannten Kirschkernsauger wählen. Diese sind der Mutterbrust nachempfunden und verhindern so eventuelle Stillverwirrungen. Wenn möglich, sollten Sie in den ersten 6 Stillwochen ganz auf einen Sauger verzichten.  Nach der Stillzeit wechseln Sie in die Gaumenform (orthodontische Form). Ist Ihr Baby an den Sauger gewöhnt, sollte er beim Einschlafen nicht mehr fehlen.


Haben Sie weitere Fragen oder Probleme? Fragen Sie Ihren Kinderarzt oder Ihre Hebamme.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Liebling eine wunderschöne Zeit.


Ihr Team von PINIOCCHIO

 

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